Neun spannende Kleinprojekte im Regional-Cluster Deutschland ausgewählt

Wir freuen uns, euch heute neun spannende Kleinprojekte vorzustellen, die im Rahmen der ersten Runde von Mikroförderungen im Regional-Cluster Deutschland durch die Jury ausgewählt wurden. Gefördert werden in dieser ersten Runde Projekte und Initiativen, die einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland leisten. Ihr wollt dabei sein oder das Team unterstützen? Dann meldet euch gern bei den Projektleiter:innen!
 

„Bunte Elbe – Mary Janes Kultur-Tour von Berlin über Hamburg ans Meer!“

Das kollektive Gemeinschaftsboot „Mary Jane“ wird im September von Berlin nach Hamburg und dann ans Meer (Insel Neuwerk) segeln und entlang des Weges in Zusammenarbeit mit Vereinen und Einzelpersonen, besonders engagierten BAN-Mitgliedern, mit Menschen an der Elbe ins Gespräch kommen. Themen sind Migration, Reisen, das Meer, Klimawandel, Müll (in den Meeren) und Orts(t)räume.

Kontakt: Valentin Schmehl

"Erzählabende in Konstanz“ 

Viele Menschen vereinsamen und um dem entgegenzuwirken, ist es wichtig, Nachbarn sichtbar und ansprechbar zu machen. Nach dem Vorbild der Autorin und Feministin Kübra Gümüsay sollen in einem Konstanzer Wohnzimmer (inklusive Hygienekonzept) bis Ende des Jahres vier Erzählabende stattfinden. Die Abende werden musikalisch begleitet und haben zum Ziel, dass sich jeweils 10 - 15 weitgehend fremde Menschen neu kennenlernen. Die einzige Voraussetzung: Sie sollen ein "waches Herz" haben. Das Pilotprojekt soll Chancen und Grenzen ausloten und als Modell für Nachahmer 2022 innerhalb des Regionalclusters Deutschland dienen.

Kontakt: Pauline Tillmann

 

It happens“

Die politische Lage in Sudan bleibt weitestgehend unbemerkt in der deutschen Medienlandschaft und dementsprechend dem Bewusstsein vieler Menschen in Deutschland. Mitte/Ende Oktober 2021 ist daher eine Reihe von Diskursveranstaltungen geplant, in der Akteur:innen aus der (diasporischen) sudanesischen Zivilgesellschaft in Deutschland – Aktivist:innen, Filmemacher:innen, Künstler:innen – im Oyoun/Berlin zusammenkommen um an ihren Erfahrungen und Wissen teilhaben zu lassen. Die Veranstaltung soll in erster Linie als Diskursgrundlage dienen, um die Gesamtsituation im Sudan zu beleuchten, die Akteur:innen stärker miteinander und den Teilnehmenden zu vernetzen, die Kraft der Rap-Musik and des künstlerischen Aktivismus in politisch angespannten Zeiten zu reflektieren und zur Meinungsbildung aus der Perspektive von Zivilgesellschaft und Aktivist:innen einzuladen.

Kontakt: Nina Martin

„JOKESI Club. Jekh, Dui, Drin – 3 Freundinnnen in Berlin. Lesereihe für Empowerment, Diversität und Sichtbarkeit.“

Im März 2021 ist das Kinderbuch "JOKESI Club. Jekh, Dui, Drin - 3 Freundinnen in Berlin" erschienen. Es ist das erste deutschsprachige Kinderbuch, in dem Rom:nja und Sinti:zzi als handelnde Hauptakteur:innen vorkommen und die Heldinnen der Geschichte sind. In Zusammenarbeit mit Romani-Selbstorganisationen sollen bis Ende des Jahres in einer Reihe 4-5 Lesungen für Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren innerhalb Deutschlands umgesetzt werden. Die Lesereihe soll Vorurteile gegen Rom:nja und Sinti:zze abbauen, ihre positive Sichtbarkeit erhöhen und gleichzeitig junge Menschen empowern.

Kontakt: Tayo Awosusi-Onutor

"Kick-Off Task Force Digital Violence: Community-based solutions to Digital Violence"
In einem eintägigen Expertinnen-Treffen werden sich 10 externe Expertinnen und 10 TeilnehmerInnen aus dem Alumni-Netzwerk zu aktuellen Trends und Herausforderungen zum Themenfeld »Digitale Gewalt gegen Frauen« austauschen. Aus dem Treffen und dem persönlichen Networking soll eine Task Force gegen digitale Gewalt hervorgehen, die auch künftig Initiativen und eine öffentliche Sensibilisierung zu diesem Themenbereich generieren soll.

Kontakt: Sonja Peteranderl und Julia Jaroschewski

„LGBTIQ in München – Jo wos is jetzt des?“

Das Gendern ist derzeit ein großes Thema, aber neben Schreibweisen (* und : etc.) verbergen sich hinter all den Begriffen ein Sammelsurium von Identitäten. Nicht jede(r) fühlt sich gleichermaßen davon angesprochen, nicht jede(r) kann überhaupt etwas damit anfangen. Durch einen Ausstellungsbesuch in München und ein Gespräch mit Künstler:innen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen, soll sich dem Thema Gendern von verschiedenen Seiten genähert und verschiedene Facetten von Identität beleuchtet werden. Dabei sollen teilnehmende Bosch Alumni, Leute aus der Welt des Fußballs und Künstler*innen zusammengebracht, und die Begegnungen im nächsten Queer BAN Magazin aufbereitet werden.

Kontakt: Julia Schnell

„Parkgespräche“

Bewohner:innen in Sachsen fühlen sich mit ihren Themen und Problemen oftmals nicht gehört und von politischen Verantwortungsträger:innen vernachlässigt. Gleichzeitig versuchen rechte Akteur:innen soziale Themen zu besetzen. Daher braucht es (neue) Räume für Austausch, und auch zum Einsammeln von Themen der lokalen Bevölkerung: Was bewegt sie im Alltag, was sind ihre Wünsche? Inspiriert von dem Projekt "Raum für Gedanken" der Künstlerin Kathrin Ollroge soll diesen Fragen mithilfe von "Parkgesprächen", also informellen Gesprächen im öffentlichen Raum, in den Regionen Erzgebirge und Vogtland mit der lokalen Bevölkerung nachgegangen werden.

Kontakt: Kai Dietrich

"Sangano Black Business Hub Umfrage"

Der Sangano Black Business Hub möchte eine Studie durchführen, um die spezifischen Herausforderungen der Schwarzen Unternehmergemeinschaft in Deutschland besser zu verstehen. Die Studie soll u.a. aufzeigen, welche Möglichkeiten das Unternehmertum hat, Herausforderungen, mit denen Schwarze Unternehmer:innen in Deutschland konfrontiert sind, strategisch und systematischer anzugehen. Das Gesamtziel ist es, einen forschungsbasierten Ansatz zur Unterstützung Schwarzer und diasporischer Unternehmer:innen in Europa zu fördern.

Kontakt: Nora Chirikure

„Von Schimpftouren zu HINguckern“
Schimpfen, meckern, motzen - nur zu, wenn etwas nicht gefällt! Den Finger auf Themen bzw. Orte/ Flecken zeigen, das passiert auf moderierten „Schimpftouren“ durch den Ort Nuthetal. Hauptsache: mit anderen darüber sprechen, neue Blickwinkel, neue Ansichten wahrnehmen. Besonders Kinder sollen gehört und gesehen werden. Beim Entdecken neuer Ecken entstehen Ideen, wie sie/ wir etwas ändern und verbessern können. Letztendlich: selbst Hand anlegen, etwas Kreatives schaffen, z.B. in Bauworkshops - und sich mit HINguckern in die politischen Prozesse vor Ort einbringen.

Kontakt: Antje Sachs

 

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